Die Wirtschaftsschweinchen – Band 6: Rocky kauft eine Aktie
Aktien einfach erklärt für Kinder: zwanzig Karten und ein alter Limonadenstand.
Rocky liest in Herrn Bergers Zeitung über Aktien und plant sofort sein Büro, mit Chefsessel und Schild. Nur Geld hat er keins. Also teilt er den alten Limonadenstand in zwanzig Karten und verkauft neunzehn davon an Daria, Christian und die anderen Meerschweinchen. Jetzt hat er Geld. Dafür gehört ihm nur noch eine einzige Karte.
Und dann kostet dieselbe Karte morgens vier Möhrenscheiben und abends nur noch eine. An der Karte hat sich nichts geändert. Nur daran, wie viele sie haben wollen.
- Von Daria Helck, erschienen bei der FLITCH UG
- Für Kinder ab 10 Jahren, etwa Klasse 5 bis 7
- Zweisprachig: jeder Absatz auf Deutsch, direkt darunter auf Englisch
- 92 Seiten, durchgehend farbig illustriert
- Als Taschenbuch und als Kindle-eBook
Taschenbuch 16,99 € · Kindle-eBook 7,99 € · Preise bei Amazon, Stand Oktober 2026

Darum geht es in Band 6
Rocky ist sich sicher: Wem ein Stück von einer Firma gehört, der ist Chef. Dieses Buch erklärt, warum es ganz so einfach nicht ist. Rocky gehört nach dem Verkauf nur noch eine Karte, und trotzdem will er das Schild am Stand umtaufen. Die anderen neunzehn Karten stimmen dagegen. Mitbesitzer heißt nicht Chef.
Am Ende kaufen die Kinder ordentlich, gemeinsam mit ihren Eltern, einen echten Anteil von ihrem Nachbarn. Und Herr Berger sagt ihnen den wichtigsten Satz des Buches: Wer nur erzählt, dass man mit Aktien Geld verdienen kann, erzählt nicht die ganze Wahrheit.

Aktien einfach erklärt: das Wissen aus Band 6
Diese Fragen beantwortet das Buch. Hier kurz zusammengefasst, mit den Beispielen aus der Geschichte.
Was ist eine Aktie? Einfach erklärt für Kinder
Eine Aktie ist ein Anteil an einer Firma. Dir gehört ein Stück davon. Im Buch wird der alte Limonadenstand in zwanzig Karten geteilt. Wer eine Karte hat, dem gehört ein Zwanzigstel des Stands. Jemand, der eine Aktie besitzt, heißt Aktionär. Mehr heißt das nicht, sagt das Wörterbuch der Schweinchen.
Ist ein Mitbesitzer automatisch Chef?
Nein. Rocky gehört ein Stück, und trotzdem darf er das Schild nicht einfach umtaufen. Wer mehr Anteile hat, hat meist mehr Stimmen, und bei wichtigen Dingen stimmen alle Aktionäre ab. Die Firma im Alltag führt der Vorstand. Bei Quiek & Squeeze ist das Rocky, aber nur, solange die anderen ihn lassen.
Warum bekommt die Firma Geld, wenn sie neue Anteile verkauft, aber nicht, wenn ein Aktionär seinen Anteil weiterverkauft?
Verkauft die Firma neue Stücke von sich, bekommt sie das Geld und gibt dafür Eigentum ab. Kauft man dagegen einen vorhandenen Anteil von jemandem, bekommt das Geld der Verkäufer, nicht die Firma. Christian zeichnet dafür zwei Richtungen auf. Als Herr Berger seinen Anteil verkauft, kommt bei der Gewächshausfirma kein Cent an.
Was ist die Börse, und wie entsteht ein Kurs?
Die Börse ist ein Markt, auf dem Anteile den Besitzer wechseln. Dort treffen sich Käufer und Verkäufer. Der Kurs ist der Preis, zu dem gerade jemand kauft und jemand verkauft. Was jemand zahlen würde, ist erst ein Gebot. Christians Satz dazu: Das ist ein Gebot. Noch kein Preis. Und der Kurs sagt nicht, was die Firma wert ist.
Warum schwankt ein Kurs?
Weil sich die Erwartungen ändern, nicht die Firma. Eine Karte, zwei Käufer: vier Möhrenscheiben. Vier Karten, eine Käuferin: eine. Christian kann die Karten nachbauen, aber nicht, was jemand morgen glaubt. Mr. Grey fragt deshalb: Ist die Firma über Nacht besser geworden? Meistens nicht.
Heißt Gewinn automatisch Geld auf die Pfote?
Nein. Gewinn ist das, was übrig bleibt. Eine Firma kann einen Teil davon an die Aktionäre auszahlen, das heißt Dividende. Ob und wie viel, steht nicht von selbst fest. Sie kann das Geld auch in die Rücklage legen, falls etwas kaputtgeht. Bei den Schweinchen ist das der eine Euro im Glas.
Was ist Streuung?
Das Geld auf mehrere Dinge verteilen, statt alles auf eine Möhre zu setzen. Mr. Greys Satz: Streuung verteilt das Risiko. Weg ist es nicht.
Dürfen Kinder Aktien kaufen?
Nicht allein. Das geht nur zusammen mit den Eltern. Bevor man Geld anlegt, helfen drei Fragen aus dem Buch: Wann brauche ich das Geld wieder? Was mache ich, wenn der Kurs fällt? Habe ich es verteilt oder alles auf eine Möhre gesetzt? Das Buch erklärt, wie Aktien funktionieren. Welche man kaufen soll, sagt es nicht.
Dieses Buch und diese Seite erklären, wie Aktien funktionieren. Welche man kaufen soll, sagen sie nicht, und sie sind keine Anlageberatung.
Die wichtigsten Sätze aus dem Buch
Im Buch steht jeder Absatz auf Deutsch und direkt darunter auf Englisch. Hier auch.
- „Mitbesitzen heißt nicht nur, dabei zu sein, wenn es gut läuft. Es heißt auch, mitzutragen, wenn es schiefgeht.““Co-owning doesn’t only mean being there when things go well. It also means carrying your part when things go wrong.”
- „Man kann damit Geld verdienen. Man kann damit auch Geld verlieren. Wer nur die erste Hälfte erzählt, erzählt nicht die Wahrheit.““You can make money with it. You can also lose money with it. Whoever only tells the first half isn’t telling the truth.”
- „Das ist ein Gebot. Noch kein Preis.““That’s an offer. Not a price yet.”
- „Der Anteil ist derselbe. Der Preis ist anders.““The share is the same. The price is different.”
- „Streuung verteilt das Risiko. Weg ist es nicht.““Spreading the risk shares it out. It doesn’t make it go away.”
- „Nicht jedes Geld hat dieselbe Aufgabe.““Not all money has the same job.”
Wörter aus dem Buch: Deutsch und Englisch
Hinten im Buch steht das Wörterbuch der Wirtschaftsschweinchen. Eine Auswahl daraus:
- Aktie · share
Ein Anteil an einer Firma. Dir gehört ein Stück davon. - Mitbesitzer · co-owner
Dir gehört ein Stück. Chef bist du deshalb noch lange nicht. - Aktionär · shareholder
Jemand, der eine Aktie besitzt. Mehr heißt es nicht. - Börse · stock exchange
Ein Markt, auf dem Anteile den Besitzer wechseln. - Kurs · share price
Der Preis, zu dem gerade jemand kauft und jemand verkauft. Er sagt nicht, was die Firma wert ist. - Dividende · dividend
Ein Teil des Gewinns, den eine Firma an ihre Aktionäre auszahlen kann. - Rücklage · reserve
Geld, das bleibt, falls etwas kaputtgeht. Bei uns: der eine Euro im Glas. - Streuung · spreading the risk
Das Geld auf mehrere Dinge verteilen. Das Risiko wird verteilt, weg ist es nicht. - Chance und Risiko · opportunity and risk
Gehören immer zusammen. Wer nur die Chance erzählt, erzählt nicht die Wahrheit.
Liebe Eltern, in diesem Band teilen Daria, Christian und die vier Meerschweinchen ihren alten Limonadenstand in zwanzig Karten und spielen nach, was eine Aktie ist. Am Ende kaufen sie, ordentlich und mit ihren Eltern, einen echten Anteil von ihrem Nachbarn.
Drei Einsichten tragen das Buch. Die erste: Mitbesitzer heißt nicht Chef. Rocky gehört ein Stück, und trotzdem darf er das Schild nicht einfach umtaufen. Die zweite: Kurs ist nicht Wert. Dieselbe Karte kostet morgens vier Möhrenscheiben und abends eine, ohne dass sich an ihr etwas geändert hat. Die dritte kommt von Herrn Berger: Man kann mit Aktien Geld verdienen und Geld verlieren, und wer nur die erste Hälfte erzählt, erzählt nicht die Wahrheit.
Fragen für das Gespräch danach: Warum hat Daria fünf Stimmen und Toffy nur zwei, ist das gerecht? Warum bekommt die Firma nichts, wenn Herr Berger seinen Anteil verkauft? Und welches Geld in eurer Familie hat welche Aufgabe? Für die Antworten braucht es kein Depot, nur einen Küchentisch.
Daria Helck im Nachwort von Band 6

Mitmachen und weiterreden
Hinten im Buch stehen alle Karten, Kurse und Abstimmungen aus der Geschichte auf einen Blick, dazu Aufgaben zum Mitrechnen. Wer mag, spielt es nach: Ein altes Spielzeug in zwanzig Karten teilen, Karten verkaufen und beobachten, was mit dem Preis passiert, wenn plötzlich alle eine wollen.
Fragen zum Weiterreden
- Warum hat Daria fünf Stimmen und Toffy nur zwei? Ist das gerecht?
- Warum bekommt die Firma nichts, wenn Herr Berger seinen Anteil verkauft?
- Was würdest du mit einem Gewinn machen: auszahlen oder in die Rücklage legen?
- Welches Geld in eurer Familie hat welche Aufgabe?
Das steckt im Buch
- 10 Kapitel, eine durchgehende Geschichte
- Jeder Absatz auf Deutsch und direkt darunter auf Englisch
- Sechs Erklärbilder, unter anderem zu neuen Anteilen, Kurs und Dividende
- Das Wörterbuch der Wirtschaftsschweinchen mit 22 Begriffen auf Deutsch und Englisch
- Alle Karten, Kurse und Abstimmungen aus dem Buch auf einen Blick
- Aufgaben zum Mitrechnen
- Gut zu wissen: Aktien und Kinder
- Steckbriefe aller Figuren
- Ein Wort an die Eltern
- 92 Seiten, durchgehend farbig illustriert
Gratis-Seiten zum Buch gibt es im FLITCH Club, Malbuch, Schweinchenkasse und Adventskalender im FLITCH-Shop.


